Venus Stories Magazin
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Folge 02: Short Facts on The Future Fashion
In Berlin entsteht gerade die nächste Stufe der Modeproduktion – am Werktisch, hinter unverschlossenen Türen, voll transparent und lokal.
In Berlin entsteht gerade die nächste Stufe der Modeproduktion – am Werktisch, hinter unverschlossenen Türen, voll transparent und lokal.
KOLO Berlin macht’s vor
Bei der Modemarke KOLO Berlin kommen diese Faktoren zusammen. Es ist fast wie ein Traum – im Inhouse-Studio STUDIO KOLO entstehen durchdachte Designerstücke, gut ausgearbeitete Schnitte, perfekte Passformen – voll transparent und mit Verantwortung vor Mensch und Umwelt.
Was mich an KOLO Berlin fasziniert? Bei KOLO Berlin steht der Kunde im Fokus – auf einer direkten und auf einer übergeordneten Ebene, denn KOLO Berlin fertigt verantwortungsvoll, lokal, in Kleinstserien und auf Bestellung. Jedes Stück ist dadurch umso bedeutungsvoller. Das liegt nicht nur daran, dass die Designerin und Gründerin Aigerim Usabaev auch auf Wunsch Sonderanpassungen vornimmt. Es wird ganz klassisch Maß genommen in der Werkstätte des Labels, direkt hinter dem Verkaufsraum im Neuköllner STUDIO KOLO.
Schnelle Anpassung an einen sich wandelnden Markt ist der Schlüssel
Dadurch trifft die Brand einen Nerv, den so nicht viele Designer treffen. Da ihre Designs echte Designerstücke sind und diese bei anderen hochwertigen Labels in der Regel One-Size sind, kontert Aigerim mit radikaler Philosophie: Denn jeder sollte sich in seiner Kleidung wohl fühlen, in jedem Kopf und in jedem Körper. Die Designerware verfällt nicht, nur weil man sie inklusiv gestaltet. Im Gegenteil! Die Stücke von Aigerim Usabaev sind so gut elaboriert und mit Liebe gestaltet, dass sie anpassbar sind und dabei ihren Wert beibehalten.
Auf die Details kommt es an
Beispielsweise enthält der Schnitt für die Kapuze von der Jacke Troy 14 Abnäher, um ein perfektes Verhältnis zwischen Hals- und Kopfpartie herzustellen. Bei den Taschen geht es weiter: Mit zwei seitlichen und zwei vorderen Taschen, dem Gummizug am Saum und den richtigen Nähten an den richtigen Stellen, lässt die Jacke eine Funktionalität erkennen, die ungewöhnlich beeindruckend ist.
… und die Passion
Wieso das den Wert nach oben treibt? Ganz einfach – die Arbeit am und für den Menschen ist hier ausgelotet – zwischen perfekter Passform, modernem Anspruch und langwährendem Stil. Radikal – mit Verantwortung für die Umwelt. Ein oszillierender Auftrag, Mode zu erschaffen, die den Nerv der Zeit trifft und traditionelle Handwerkskunst zu perfektionieren versucht.
Folge 01: Venus Relì’s “ätherisches Gold”
FOLGE 01
Ich war in meinem 33. Lebensjahr, da verstand ich, dass meine Kreativität da herstammt, womeine Kindheit endete.
It’s Up To You - Cover von Venus Relì
FOLGE 01
Warum ich dieses Magazin gründe? Die Frage hämmert mir ein wenig im Schädel nach.. wie ein gemeines Echo aus einer Zeit, wo ich eben diese Frage tunlichst vermieden habe, zu beantworten. Ehrlich gesagt: Selbst wenn ich allein bin, beantworte ich mir diese Frage nicht.
Denn ich habe Angst. Angst stehenzubleiben. Angst weiterzugehen. Angst vor dem, was kommt, wenn nichts mehr kommt. Deswegen schreibe ich auch so Vieles und gern.
Mein neuestes Werk habe ich am Schreibtisch zusammen geklatscht aus Resten, weil ich immer über dasselbe sprechen will … Ich schäme mich nicht einmal dafür.
Wenn das Design des Textes stimmt, der erste Satz, der Prolog, bin ich voll drin. “Das wird was Großes”, sage ich mir.
Ich war in meinem 33. Lebensjahr, da verstand ich, dass meine Kreativität da herstammt, wo meine Kindheit endete. Ich war sozusagen Advokat in eigener Sache. Ich sammelte: zunächst nur Bilder und Musik, dann Kleidung und Symbolik – und ganz neu auch noch all das, was ich zur Kompensation meines Traumas vom Altwerden benötigte.
Ich wurde eine Figur, die auffiel und nicht selten zu sich selbst sprach. Mir gelang es richtig gut, mich um meine verschollenen Erinnerungen herumzubewegen, wie in einem Tanz aus Schattenwerfer und Licht. Ich habe minutiös an dieser Geschichte gefeilt und jetzt ist sie zu Ende. Jetzt gibt es nur noch mich und den Trost des Schreibens. Ich muss einfach noch mehr Dinge begreifen, sie mir zu eigen machen, sie erschaffen. Und dann kann ich wieder träumen …

